Eine kurze Geschichte der Zeit ...

Auf unserem Pferdehof haben wir uns mit Leib und Seele der Gruppenauslaufhaltung pfeil verschrieben. Die Idee, Pferde in Gruppen zu halten ist aber keineswegs neu - im Grunde genommen wird diese Haltungsform von der Natur seit Millionen von Jahren sehr erfolgreich praktiziert.

chauvet
"The four horses"
Das älteste Gemälde der Menschheit (Cave of Chauvet-Pont-D'Arc, 30.000 v. Chr.)

In Wahrheit erschaffen wir nichts.
Wir plagiieren lediglich die Natur.
- Jean Baitaillon -

Einer der geistigen Urheber der Gruppenauslaufhaltung ist der Pferdeverhaltensforscher Professor Klaus Zeeb aus Freiburg. Seine Ideen, Vorträge, Bücher und die Gespräche mit ihm inspirierten und ermutigten uns, im Jahr 2000 den Schritt "in die Freiheit" zu wagen. Mit ihm und dem Tierfilmer Eberhard Werner konnten wir im Sommer 2001 eine SWR-Fernsehreportage über unsere Pferdegruppen machen.

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Seit über 10 Jahren arbeiten wir nun begeistert mit dem System "Gruppenauslaufhaltung". In dieser Zeit haben wir weit über 100 Pferde erfolgreich in unsere Gruppen integriert. Darunter waren Pferde unterschiedlichster Rassen, Farben und Grössen. Die vielen Einzelerfahrungen machten uns eines immer wieder klar: Pferde brauchen ihre Artgenossen pfeil !

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Eine Gruppe gibt ihnen Halt, Stabilität und Geborgenheit. Unter den Herdenmitgliedern bilden sich oft innige Freundschaften und es kristallisieren sich dauerhafte "Clanstrukturen" heraus. Obwohl die ranghöheren Tiere viele Vorrechte geniessen und sie dies in Equidensprache pfeil auch unmissverständlich klarstellen, stehen dem auch gewisse "Pflichten" wie erhöhte Wachsamkeit (Wächterfunktion) und "fürsorgliches" Verhalten gegenüber. Asoziale und aggressive Verhaltensweisen bleiben in einer funktionierenden Pferdegruppe auf ein Minimum beschränkt. Auch mit alten, rangniedrigen oder sehr jungen Tieren wird respektvoll und tolerant umgegangen. [noch mehr]